Grauburgunder


So wie bei den anderen Rebsorten hat auch der Grauburgunder zahlreiche Doppelnamen aufzuweisen. In Österreich sind dies Ruländer und Pinot gris.
Der Ruländer wie auch der Weißburgunder ist höchstwahrscheinlich eine Knospenmutation aus dem Blauen Burgunder, ähneln sich die beiden Sorten sehr im Wuchs als auch Aussehen der Beeren. Mit dem Unterschied, daß erst mit der Verfärbung der Trauben zwischen den Burgundersorten klar unterschieden werden kann, denn beim Grauburgunder nehmen die Beeren eine graurote Farbe an.
Der Grauburgunder ist in seinem Standort sehr anspruchsvoll, verlangt er doch tiefe, fruchtbare Böden in einer warmen Hanglage mit ausreichender Wasserversorgung. An solchen Standorten erreicht er dann hohe Qualitäten mit überdurchschnittlichen Mostgewichten. In Österreich nimmt er stellenmäßig eine untergeordnete Rolle ein. Die Hauptanbaugebiete erstrecken sich zum Großteil im Burgenland, der Rest gleichmäßig verteilt in der Steiermark und Niederösterreich.
Die Weine des Grauburgunder zählen zu den extraktreichesten unter den Weißweinen durch hohe Reife, die zu deren Fülle und Vollmundigkeit führt. Bei genügend Säure besticht er durch Eleganz und Harmonie. Mit Restsüße schmeckt er karamelartig und verfügt über ein hohes Alterungspotential - vor allem bei Qualitäten von Auslesen und aufwärts.
Grauburgunder 2009
Silbermedaille Austrian Wine Challenge 2010
"Kandis, Karamell, Schwarztee, dicht und saftig, sehr kraftvoll, braucht am Gaumen noch Abrundung, wirkt fast schon mollig, aber auch hier wieder genügend Gegendruck von Mineralik, die den Wein Wein fest im Griff hat" db Verkostungsnotiz Vinaria Jungweinatlas 2010

